Warum einen Röhrenverstärker bauen?

Technisch werden Röhrenverstärker in Eintakt- und Gegentaktsysteme unterteilt.
Gegentaktsysteme nutzen zwei Röhren, um das Signal zu verstärken. Hier deckt eine Röhre den positiven und die andere den negativen Signalbereich ab. Da Röhren mit recht hohen Spannungen (teilweise bis 800V) arbeiten, wird die Spannung miteinem Transformator reduziert. Gleichzeitig wird die Stromstärke erhöht und es werden die beiden Signalanteile (pos und neg.) zusammengeführt. Eintaktsysteme verstärken das gesamte Signal (positive und negative Halbwelle) in einer Röhre.
Hier wird schon deutlich, dass Eintaktsysteme weniger Leistung zur Verfügung stellen als Gegentaktsysteme.

Röhren arbeiten wie folgt:
Durch die Röhre hindurch wird ein Ruhestrom eingestellt. Dieser Strom wird mit Hilfe einer in die Röhre eingespeisten, zusätzlichen Spannung variiert (verkleinert). Da Ströme in einer Röhre gut verkleinert aber kaum vergrößert (Übersteuerung) werden können, entsteht die Notwendikgeit bei erhöhtem Leistungsbedarf eine Gegentaktendstufe einzusetzen. Hier werden eine positive und eine negative Halbwelle separat verstärkt, indem eine Halbwelle erst invertiert
und dann in die Endröhre
eingespeist wird.

 
Beispiel
Röhrennetzteil